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Genormtes Glück im BESUK PDF Drucken E-Mail
Freitag, 23 Juli 2010

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Die Spazierkomödie «Besuk – Eine absurde Utopie» handelt von einer Gesellschaft, die alle Probleme gelöst hat und in absoluter Harmonie lebt. Wie lange dieser Frieden anhält, zeigt die neuste Produktion des Jungen Theater Baden vom 18. August bis zum 5. September 2010 im stillgelegten Bahnhof Oberstadt in Baden.

Wut, Depression oder Angst: Diese Gefühle sind für eine kleine Gruppe von Menschen, die sich an einem unbekannten Ort eingebunkert hat, fremd. Die vermeintlichen Glückspilze besitzen eine Maschine, die zu absoluter Harmonie verhilft. Alle sind zufrieden und niemand macht mehr Probleme. Fast niemand. Denn ein viel zu neugieriger Bewohner entdeckt eines Tages ein Geheimnis, das alles auf den Kopf stellt.

Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr, das Theaterbistro serviert ab 18.30 Uhr verschiedene kulinarische Köstlichkeiten. Tickets für die einmalige Spazierkomödie sind für 32 Franken erhältlich, resp. reduziert für 24 Franken für Studenten und Kinder bis 16 Jahre. Es wird der Vorverkauf über Info Baden auf dem Bahnhofplatz Baden oder über Tel. 056 200 84 84 empfohlen. Online-Tickets und mehr Informationen gibt es unter www.jutheba.ch.

Die neuste Produktion des Jungen Theater Baden erzählt mit schräger Fantasie und bitterbösem Humor von einer vermeintlich perfekten Gesellschaft, hinter deren polierter Fassade die nackte Angst vor Veränderung lauert. Für jede Situation sind Verhaltensregeln festgelegt, die von allen Menschen beflissen eingehalten werden. Tritt dennoch eine ungewisse Lage auf, sind ausgefeilte Instrumentarien vorhanden, welche die Gesellschaft unverzüglich wieder auf die Norm eichen. „Eine neurotische Welt, die der unseren ähnlicher ist, als wir gerne hätten“, sagt Regisseur David Imhoof.

Die amüsante Auseinandersetzung mit überspitzter Regulierung haben die künstlerische Leiterin Mirca Dalla Piazza Popp und Produktionsleiter Hans Peter Popp dazu inspiriert, das Stück auf dem Gelände des Bahnhofs Baden-Oberstadt aufzuführen. Die Vorstellung beginnt mit einem Rundgang durch das umliegende Quartier des 1878 gebauten Bahnhofs. Die Zuschauer erhalten eine virtuelle Rolle und werden so Teil der Inszenierung. „Die Kulisse des stillgelegten Bahnhofs Oberstadt beginnt für sie zu leben“, erklärt Autor André Küttel. Der zweite Teil der Aufführung findet dann im Güterschuppen statt.

 
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